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Fasten- oder Trinktage zuhause
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© Meren Beßler/pixelio |
Man
kann Heilfasten als eine Form des nicht religiös motivierten Fastens
ansehen. Es soll meistens der "Entschlackung", "Entgiftung" oder "Regeneration" des Körpers dienen. Oft ist damit auch der Wunsch nach einer
„seelischen Reinigung“ verbunden.
Studien zufolge soll Fasten
das Immunsystem anregen. Nach längerer Fastenzeit nimmt die
Reaktionsfähigkeit des Immunsystems jedoch ab. Fasten kann entzündliches
Rheuma bessern. Alle durch die Ernährung beeinflussbaren Krankheiten können
durch das Fasten angeblich beeinflusst werden.
Wesentlich für den gesundheitlichen Effekt des Fastens seien die
Vorbereitungstage, die Darmentleerung und auch das Fastenbrechen mit einem
vorsichtigen Kostaufbau bis zur Normalkost.
| Es gibt verschiedene Arten des Heilfastens: |
- Beim Buchinger-Heilfasten (Otto Buchinger, deutscher Arzt, 1878–1966) wird
mit Gemüsebrühe und
Säften eine geringe Menge Kalorien, Vitamine und
Mineralien zugeführt. Das verringert die Belastung für den Stoffwechsel.
Hinzu kommen Einläufe, die der Darmreinigung dienen sollen.
- Beim Fasten nach Mayr (Franz-Xaver-Mayr-Kur), gibt es außerdem zweimal
täglich altbackene Brötchen mit etwas Milch.
- Beim Saftfasten werden nur Obst- und Gemüsesäfte getrunken.
- Beim eiweißergänzten (modifizierten) Fasten wird täglich ein Quantum
Buttermilch oder ein spezielles Eiweißkonzentrat (Ulmer Trunk) verzehrt.
Dies soll große Eiweißverluste des Körpers verhindern und ihn veranlassen,
mehr Fett als Eiweiß abzubauen.
- Beim Molke-Fasten wird auf die Aufnahme fester Nahrung komplett
verzichtet. Man nimmt über den Tag verteilt 1 Liter Molke zu sich (soll den
Eiweißverlust des Körpers reduzieren), ferner 0,5 Liter Obstsaft (Vitamine,
Mineralien und Kalorien) und 3 Liter kohlensäurefreies Wasser (soll
bestimmte Körperfunktionen und die sogenannte Entschlackung und Entgiftung
fördern und das Hungergefühl reduzieren). Zusätzlich wird hierbei jeden
Morgen ein Glas (0,2 Liter) Sauerkraut- oder Pflaumensaft getrunken. Er soll
den Darm „reinigen“ und helfen, angenommene Schadstoffe aus dem Körper zu
entfernen.
- Beim Teefasten wird ebenfalls auf feste Nahrung verzichtet, aber auch auf
das Trinken von Säften. Man trinkt ausschließlich Tee und (kohlensäurearmes
oder -loses) Wasser. Diese extremere Form des Fastens wird von Ärzten und
einschlägigen Büchern nur vollkommen gesunden Menschen erlaubt bzw.
empfohlen.
- Auch die Schrothkur gilt als Fastenkur. Hier wechseln sich Trinktage und
so genannte Trockentage ab.
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